Seit 2013 bietet Amalie Frauen in der Prostitution ohne Krankenversicherung eine kostenlose gynäkologische Sprechstunde und Gesundheitsberatung durch ehrenamtliche Frauenärztinnen und -ärzte. Denn nach vor ist die fehlende Krankenversicherung Realität und das bei vielen gesundheitlichen Problemen. Ehrenamtliches Engagement und Spenden machen dieses Projekt möglich!
Nun hat das Land Baden-Württemberg erstmalig ein Förderprogramm für Projekte zur anonymen Krankenbehandlung aufgelegt. Wir haben uns beworben und eine Teilfinanzierung für ein neues „online-streetwork-Projekt“ erhalten.
Was ist das Neue? Durch die Stellenaufstockung einer Kollegin ist es nun möglich, „online“ Frauen in der Prostitution in Mannheim anzusprechen, die wir auf „herkömmlichem Weg“ bisher nicht erreichen konnten. Auf Internetseiten und -foren findet sie die Frauen, nimmt Kontakt auf und stellt ihnen das medizinische Hilfeangebot von Amalie vor.
Schon zu mehr als 200 Frauen hat sie einen Erstkontakt herstellen und mit einigen online-Beratungen durchführen können. Mehrere Frauen haben dadurch neu den Weg zu Amalie gefunden und Hilfe erfahren. Es geht um Schmerzen, Testungen, Schwangerschaften, Verletzungen, um Verhütung und gesundheitliche Aufklärung. Manchmal sind weitere (Fach-)arztbesuche notwendig, die von Amalie-Mitarbeiterinnen begleitet werden, Krisenintervention und Traumatherapie.
Wir freuen uns sehr, dass wir unser bewährtes Angebot jetzt einem erweiterten Kreis von Prostituierten in prekären gesundheitlichen und psychosozialen Situationen zugänglich machen können! Natürlich sind wir auch hier wieder auf Spenden angewiesen.

